Nachher: ab 1960

Nach dem drei Mal hintereinander ein Drehbuch von der Academy für den Oscar nominiert wurde, dessen Autor sich auf der schwarzen Liste befand, führte die Academy eine Regel ein, die besagte, dass niemand, der auf der schwarzen Liste stand, nominiert werden durfte. Der SWG reagierte verärgert darauf und überreichte den besagten Filmemachern von sich aus einen Preis mit dem Ziel die schwarze Liste zu thematisieren. Der Kommunismus hatte sich inzwischen gelegt. Dalton Trumbo veröffentlichte einen Artikel mit dem Titel „The Blacklist – Blackmarket“ und thematisierte den Schwarzmarkt somit öffentlich. 1959 war der Academy die Regel peinlich und sie ließ sie wieder streichen. Als der Kirk Douglas Dalton Trumbo in den Credits für seinen Film Spartacus erwähnen wollte, fragte er den Vizepräsident Nixon nach seiner Meinung zur schwarzen Liste. Dieser erklärte, dass die schwarze Liste allein ein Problem Hollywoods sei und machte somit öffentlich, dass sie politisch nicht mehr von Interesse sei. 1959 äußerte sich auch Präsident Truman öffentlich gegen schwarze Liste. Der Schwarzmarkt stellte inzwischen auch keinen ökonomischen Vorteil mehr für unabhängige Produzenten dar. „Spartacus“ wurde somit der erste Film in dem Dalton Trumbo offiziell als Autor genannt wurde.  Liste verschwand jedoch nur langsam und nur 10% der auf der Liste aufgeführten Autoren schafften den Wiedereinstieg in die Branche. So wie Hollywood die Liste aus ökonomischen Gründen einführte, schaffte es sie wieder ab als sie keine Vorteile mehr brachte. Mit Trumbos Beliebtheit war es ökonomisch klüger, seinen Namen wieder zu nennen.

INHALT:

Die schwarze Liste wurde zunächst in „The Way We Were“ erwähnt und wurde Motiv des Films „The Front“ (1976). Politisch orientierte man sich wieder an den gesellschaftlich relevanten Themen.

Lynn Kläs


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